Methoden

NARM®

https://narmtraining.com/what-is-narm/

NARM steht als Abkürzung für das NeuroAffective Relational Model, das von Dr. Laurence Heller zur Behandlung von Entwicklungstrauma entwickelt wurde. Der Ansatz beleuchtet das heutige Erleben, das individuell als leidvoll erfahren wird. Oft liegen in der Kindheit geprägte Überlebensstrategien dahinter, die aufgrund ihres existenziellen Nutzens bis ins Erwachsenenleben überdauern. Heute sind diese oft nicht mehr nur unnötig, sondern sogar hinderlich.
NARM fokussiert auf die Bandbreite des individuellen Erlebens und bezieht Emotionen und Körperempfinden mit ein. Wesentlich ist die therapeutische Beziehung.

Ziel: Ganzheit, Lebendigkeit, Authentizität, Kontaktgefühl

Somatic Experiencing SE®

https://www.somatic-experiencing.de/

SE steht als Abkürzung für Somatic Experiencing. Dieser körperorientierte Traumatherapieansatz wurde von Peter Levine entwickelt. Hier wird (Schock-) Trauma als im Körper steckengebliebener, nicht abgeschlossener Prozess von Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsreaktionen auf eine überwältigende Situation (zu viel, zu schnell, zu plötzlich) verstanden. Auf Ebene des Körpers – vor allem des Nervensystems – fokussiert SE darauf, die steckengebliebenen Impulse zu vervollständigen und somit abzuschließen. 

Ziel: Regulation und Sicherheitsempfinden

Systemische Therapie®

https://www.martemeo.com

Die Systemische Therapie ist neben der Tiefenpsychologie/Analyse und der Verhaltenstherapie die dritte Schule, die vom Gesundheitssystem als Therapieform anerkannt ist. Verschiedengestaltige Ansätze gehen auf die Erkenntnis zurück, dass auftretende (psychische) Probleme eben nicht an der Stelle ihre Ursache haben müssen, an der sie auftauchen. Menschen leben in Beziehungen oder anders formuliert: als Mensch ist man immer Teil eines Systems wie z.B. der Familie, der Arbeitskolleg*innen, einer Gesellschaft. Und ein sogenannter Symptomträger verdeutlicht ein Problem, ist jedoch nicht das Problem. Daher wird therapeutisch nach Mustern, nach dem Sinn des Symptoms, nach Ressourcen und Stärken geschaut. Gearbeitet wird therapeutisch oft mit dem ganzen System, damit Veränderungen wirkungsvoll für alle geschehen können.

Ziel: Erkennen und Verändern von festgefahrenen Deutungs- und Beziehungsmustern

Kinderpsychodrama und Teilearbeit®

https://www.martemeo.com

Kinderpsychodrama basiert auf dem Erwachsenenpsychodrama von J. Moreno, das der Idee folgt, innere und äußere Konflikte spielerisch umzusetzen. Dieser Ansatz wurde im deutschsprachigen Raum wesentlich von Alfons Aichinger und Walter Holl auf die Bedürfnisse von Kindern angepasst. Abseits von Sprache als Instrument der Therapie können durch den Fokus auf Rollenspiel innere und äußere Konflikte ganzheitlich zum Ausdruck sowie in Bewegung gebracht und therapeutisch neu verhandelt werden. 

Ziel: Kindern zu helfen, die Innenwelt spielerisch zum Ausdruck zu bringen und neue Fähigkeiten und Lösungen dabei zu entwickeln

Marte Meo®

https://www.martemeo.com

Die Methode Marte Meo (lat. für „aus eigener Kraft“) wurde von Maria Aarts entwickelt. Sie unterstützt als Beratungs- und Therapiemethode Eltern oder Fachkräfte dabei, Kinder so zu begleiten, dass sie sich gesehen, verstanden und sicher fühlen. Der Fokus dieser videogestützten Methode liegt auf dem Nachverfolgen stimmiger Interaktionen. Gelungene Momente werden als Leitidee hervorgehoben. 

Ziel: gelingende Bindung und Beziehung stärken, Entwicklung von Kooperation, Selbstvertrauen von Kind und Bezugsperson fördern, ein von Wertschätzung, Kontaktwunsch und Wachstum geprägtes Menschenbild